Fronleichnamsprozession in Feked

Am Fest der Eucharistie, am 14. Juni 2020, veranstalten wir nach der Liturgie, die um 9:30 Uhr beginnt, eine Prozession nach alter Tradition.

Die Vorbereitungsarbeiten beginnen am Samstag, es werden alle freiwilligen Helfer herzlichst erwartet. Männer werden gebeten, die Altäre aufzustellen, Frauen bitten wir Blütenblätter zu sammeln. Am Sonntag kann man sich an der Fertigstellung des Blumenteppichs beteiligen oder beim Tragen des Baldachins helfen. Kinder erwarten wir zum Streuen der Blütenblätter.


Das Fronleichnamsfest fiel ursprünglich auf den Donnerstag nach dem Sonntag der Heiligen Dreifaltigkeit, auf den 60. Tag nach Ostern.
Die Wurzeln des Festes reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Eine Augustinerin, Namens Juliana, wandte sich unter Berufung auf göttliche Eingebung an ihren Bischof, der 1246 ein Konzil einberief und die jährliche Feier des Fronleichnamsfestes anordnete. 1264 proklamierte Papst Urban IV., dass von nun an jedes Jahr am ersten Donnerstag nach dem Oktav des Pfingstfestes das Fronleichnamsfest gefeiert werden soll.

Zum üblichen Brauchtum gehören Prozessionen mit vielen Blumen: Zum Zeitpunkt des Fronleichnamsfests, im Frühjahr oder Frühsommer, erscheint die Natur bereits in ihrer voller Blumenpracht. Mit dem Fest hat sich bereits – so in Ungarn wie auch anderswo – das Bild von Blumenteppichen, von dörflichen Prozessionskapellen oder Blumenzelten und von mit Blumen geschmückten Altären verschmolzen. Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in Ungarn vier Stationen in der Prozession: Es werden vier Altäre errichtet, die der Priester mit dem Altarsakrament, in der Begleitung der Gläubigen begeht. Das Fronleichnamsfest hat ihre eigene Liturgie. An den Stationen wird das Evangelium gelesen und der Priester verteilt seinen Segen in alle Himmelsrichtungen.